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10. Juli 2017 | 00.00 Uhr
Leichlingen, von Ina Bodenröder


"OpenÄhr": Stimmung, als ob schon Karneval wäre
Leichlingen: "OpenÄhr": Stimmung, als ob schon Karneval wäre
Wie Stimmungmachen geht, das wissen die Jungs der kölschen Band Paveier bestens - und bewiesen es am Samstag bei der Freiluft-Party in Witzhelden.


Leichlingen. Nach zwölf Jahren ist das Musikfestival in Witzhelden zurück - weniger rockig, dafür umso reicher an kölschen Tön. Den 800 Gästen gefiel's. 

Das Höhendorf hat eine Attraktion zurück: Am Wochenende hat Organisator Jonas Kühl das legendäre Musikfestival "Open Ähr" wiederbelebt. Vor zwölf Jahren noch auf dem Aschefeld des Sportplatzes, hatte er die Bühne diesmal auf den Scharweg verlegt.

Ein Neuanfang mit kölschen Tönen und trockenen Füßen, aber auch gelungen? "Auf jeden Fall", sagte der Witzheldener Michael Cottin. Er war schon vor vielen Jahren dabei, als noch Michael Windmann und Rolf Schneider die Veranstaltung organisierten. "Die Musik war damals rockiger. Aber es gibt kein Besser oder Schlechter. Das muss man hier erst einmal auf die Beine stellen, und Jonas Kühl hat's geschafft", zollte er dem Veranstalter Respekt.

Mit kölscher Musik scheint man hierzulande nie schlecht zu fahren: Trompeter Bruce Kapusta, die Paveier, die Nachwuchsband Lupo und die Domstürmer lockten nicht nur die Älteren. Auch viele junge Leute hatten den Weg an den Scharweg gefunden und feierten beim von der Rheinischen Post unterstützten Abend mit, als wenn schon wieder Karneval wäre. Rund 800 Karten hatte Kühl für das Open Ähr verkauft, ob es sich wirtschaftlich gelohnt hat, wird sich noch erweisen müssen. Denn die Organisation war alles andere als einfach. "Ich habe im Dezember mit der Vorbereitung angefangen, musste der Stadt ein umfangreiches Sicherheitskonzept vorlegen", erzählte der Veranstalter. 2017 habe er bislang jede freie Minute mit der Vorbereitung verbracht, wurde von Familie und Freunden unterstützt. "Der Aufwand war mir bewusst, die bürokratischen Auflagen allerdings sind ziemlich hoch", sagte Kühl. Die Genehmigung habe er vier Wochen vor dem Festival bekommen, sei volles Risiko gegangen. Aber nur so habe es funktioniert, wohl auch, weil Bürgermeister Frank Steffes das Ganze zur Chefsache erklärt habe.

Abschrecken lassen will sich der Jungunternehmer dadurch nicht, plant, dass das neue Open Ähr regelmäßig stattfinden soll. Die erste Auflage hat es immerhin 15 Mal gegeben. Michael Windmann war auch diesmal wieder dabei, beschränkte sich aber auf den Wertmarken-Verkauf. "Ich habe mein altes T-Shirt mit dem Festival-Logo wieder rausgeholt", berichtete er von seinen auch nostalgischen Gründen, beim Open Ähr wieder am Start zu sein. Jonas Kühl kenne er schon aus der Wickelgruppe seiner Tochter, ihm habe er gerne Tipps gegeben. Ob er glaubt, dass die Neuauflage ein Erfolg wird? "Die Witzheldener sind bei solchen Festen immer da, um sich zu treffen. Es ist sehr persönlich und familiär. Neben Erntedank- und Oktoberfest noch so eine Veranstaltung hier oben zu haben, bereichert uns doch ungemein. Ich freue mich total, dass das Fest wieder da ist", bekannte er. Den Weg auf den Sportplatz hatten indes nicht nur die Höhendorf-Bewohner gefunden: Den Sommerabend bei guter Musik genossen auch etliche Solinger und Burscheider.

Quelle: RP

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