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Carl Hesselmann wurde am 09.09.1830 in Menden bei Mülheim/Ruhr geboren. Er studierte im Lehrerseminar in Xanten und unterrichtete ab dem 14.02.1861  als Lehrer an der Volksschule in Witzhelden.
Am 01.05.1893 erfolgte seine Versetzung in den Ruhestand.
Er starb am 25.03.1902 in Witzhelden.

Volksschullehrer und Pomologe

Der Volksschullehrer Carl Hesselmann interessierte sich für die Pomologie (Lehre und Wissenschaft vom Obst und Obstanbau). Er hatte an seiner Schule einen mustergültigen Baumhof, sowie einen vorbildlichen Blumen- und Hausgarten angelegt.

In seinem Garten pflegte Hesselmann eine Baumschule für die Unterrichtung seiner Schüler. Die meisten der hier aufgezogenen Bäume verschenkte er. Auch jedem schulentlassenen Kind gab er zur Erinnerung an die Schulzeit ein Bäumchen mit. Der Segen des Hesselmannschen Unterrichts wurde bald schon in der ganzen Gemeinde sichtbar, denn in den letzten 40 Jahren des vergangenen Jahrhunderts hatte die Gemeinde Witzhelden die meisten Obstbäume im damaligen Kreis Solingen angepflanzt . Besonders setzte sich der Witzheldener Lehrer auch für die Verbreitung der Pflaumen im Bergischen Land ein. Mit 220 Pflaumensorten hatte Hesselmann eines der größten Pflaumensortimente Deutschlands.

Der “Kaiser Wilhelm Apfel”

Die beste und schönste Apfelsorte im Bergischen Land fand er 1864 in Haus Bürgel bei  Monheim. Da dieser wohlschmeckende Apfel allen Autoritäten in Deutschland noch unbekannt war, kam ihm der Gedanke, diesen wahrhaft majestätischen Apfel mit einem kaiserlichen Namen zu krönen. Er holte sich handschriftlich beim Kaiser die Genehmigung ein, diesen Apfel „Kaiser Wilhelm“ zu nennen. Fürst Pückler vom Königlichen Hofmarschall-Amt in Berlin teilte Hesselmann mit Brief vom 16.12.1875 mit, dass sich der Kaiser über die ihm zugesandten Äpfel sehr gefreut habe und damit einverstanden sei, dieser Apfelsorte den Namen „Kaiser Wilhelm“ zu geben. Das Bäumchen, das Hesselmann dem Kaiser angeboten habe, möge er an Hofgärtner Kindermann auf Babelsberg bei Potsdam senden. Der erfreute Kaiser schickte dem Witzheldener Schulmann zum Dank eine gerahmte Fotografie mit eigenhändiger Unterschrift.

Verein zur Förderung der Rosenkultur des Bergischen Landes

Am 25. November 1877 gründete Carl Hesselmann in Solingen den Verein zur Förderung der Rosenkultur des Bergischen Landes Solingen. Er wurde der erste Vorsitzende des Vereins, der noch heute existiert und aktiv ist.

Obstbaumhof “Wilhelmstal”

Desweiteren kauft Hesselmann im Jahr 1880 ein zwei Morgen großes Grundstück und legt darauf eine Obstbaumplantage an. Zu Ehren und mit gnädiger Erlaubnis des Kronprinzen, des späteren Kaisers Wilhelm II , nennt er diesen Obstbaumhof „Wilhelmstal“. Noch heute gibt es am Ortsrand von Witzhelden eine kleine Ortsschaft die den Namen “Wilhelmstal” trägt.

Als angesehener Pomologe veröffentlicht er neben zahlreichen Aufsätzen in Zeitungungen und Beiträgen in Fachzeitschriften auch einen Leitfaden der Obstkultur.
Außerdem veranstaltet er als „Sectionsvorsteher für Obst- und Gartenbau der Localabteilung Solingen“ viele Lehrkurse im praktischen Obstbau im damaligen Kreis Solingen.

Hesselmannstraße

Im Jahre 1958 ehrt die Stadt Leichlingen den berühmten Sohn des Bergischen Landes indem sie einer Straße am Kellerhansberg den Namen Hesselmannstraße gibt.

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