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Fritz Hinrichs wurde am 24.3.1890 in Burscheid geboren und verstarb am 8.7.1976 in Solingen. Zwischen diesen beiden bergischen Städten liegt die Stadt Leichlingen als Wohnsitz und Lebens- und arbeitsmittelpunkt seines Wirkens und Schaffens.

In einem Pressebericht zu seinem 75.Geburtstag 1965 war zu lesen: ”Fritz Hinrichs ist ein Sohn der bergischen Heimat und ist ihr mit allen Fasern seines Herzens eng verknüpft.” Dies charakterisiert in treffender Weise den Menschen Fritz Hinrichs.

Mehr als ein Lehrer und Heimatforscher

Als Heimatforscher wurde er oft bezeichnet, aber dies sagt zu wenig über seine Persönlichkeit aus.
Die Erforschung seiner Heimat, des Bergischen Landes, hatte ohne Zweifel einen sehr hohen Stellenwert in seinem Leben. Aber er war auch ein hoch geachteter Pädagoge als Lehrer in Witzhelden und an der Schule Uferstraße in Leichlingen.

9 Jahre, von 1919 - 1928 unterrichtete er in der zweiklassigen Volksschule in Witzhelden als “erster Lehrer”. In den Aufzeichnungen über seine Witzheldener Zeit heißt es: ”Es fehlte aber die zweite Lehrkraft, so daß ich über 100 Kinder nach Schichtstundenplan allein unterrichten mußte.”
Seine Wirkungsstätte, das ehemalige Schulgebäude an der Leichlinger Straße, liegt an der Ecke zu dem Weg, der seit 1986 seinen Namen trägt: “Fritz-Hinrichs-Weg”.Von 1928 an arbeitete er dann, 1933-1953 als Rektor, an der Schule Uferstraße.

Viele heimatkundliche Arbeiten entstammen seiner Feder: als erste Arbeit verfasste er 1925 das Büchlein ”Zwischen Wupper und Murbach”, sein vielleicht bemerkenswertestes Werk ist aber sicherlich das dreibändige “Leichlinger Heimatbuch”.

Als Leiter der Stadtbücherei leistete er wertvolle Aufbauhilfe.

Bodenpfleger und Archivar

Fritz Hinrichs wirkte aber auch weit über sein heimatliches Umfeld hinaus. Er war als Bodenpfleger im Rhein-Wupper-Kreis für das Rheinische Landesmuseum in Bonn tätig. Als Pfleger des Kreisarchivs und des Archivs der Stadt Monheim bewahrte er viele historische Schätze vor dem Verfall und dem Vergessen.

Er war an vielen Ausgrabungen im bergischen und rheinischen Raum beteiligt. Die bekanntesten sind die Eifgenburg in Burscheid und die Zobbesmuhr in Leichlingen-Leysiefen.
Viele Jahre gehörte Fritz Hinrichs dem Kreisschul-und Kulturausschuss an und arbeitete seit dem ersten Erscheinen maßgeblich am Heimatkalender des Kreises mit.

Er war Mitbegründer des Bergischen Geschichtsvereins und wurde bereits 1947 dessen Ehrenmitglied.

Ehrenplakette und Bundesverdienstkreuz

Fritz Hinrichs ist Träger der Ehrenplakette der Stadt Leichlingen und wurde 1960 für seine vielfachen Verdienste mit dem Bundesverdienstkreuz am Band ausgezeichnet.

 

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