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Im Jahre 1975 wurde die Gemeinde Witzhelden im Zuge der kommunalen Neugliederung nach Leichlingen eingemeindet. In diesem Jahr gab es auch einen historischen Wechsel in der Vereinswelt des Höhendorfes:

Karl Schäfer gab den Vorsitz des Turnvereins Witzhelden 1884 e.V. an seinen Nachfolger Rudi Krogel ab.

Geboren am 28.2.1919, verheiratet, 3 Kinder, hatte sich Karl Schäfer nach dem 2.Weltkrieg dem Sport verschrieben. Er spielte Handball im 1947 wieder gegründeten Turnverein Witzhelden. Nach der aktiven Zeit begann er die Vorstandsarbeit und übernahm schließlich im Jahr 1959 den Vorsitz des Turnvereins, den er 16 Jahre lang führte.
16 Jahre lang, von 1959 bis 1975, einen Verein mit 6 Abteilungen zu führen, das war eine große Leistung, die schon 1974 mit der Ehrennadel und Urkunde des Deutschen Turnerbundes ausgezeichnet wurde.

Karl Schäfer, der “Kolle” wie Freunde ihn nannten, hatte sich mit Leib und Seele dem Turnverein verschrieben und beeinflusste die Entwicklung des Vereins in entscheidender Weise. Er hatte die Vereinsführung in einem Jahr des Umbruchs übernommen. Zum ersten Mal konnte in Witzhelden in der der Grundschule angegliederten Turnhalle Sport getrieben werden.
Gerade die Kontinuität in der Vereinsführung machte es möglich, dass im Jahr 1975 jeder zehnte Witzheldener Bürger Mitglied im Turnverein war, der Verein ein solches Ansehen genoss und ihm große Sympathien entgegengebracht wurden.Herbert Becker
In Anerkennung seiner Leistungen wurde Karl Schäfer im Jahr 1976 zum Ehrenvorsitzenden des Turnvereins ernannt.

 

 

 

Herbert Becker, geboren am 23.7.1921, verheiratet, 2 Kinder, hatte wie Karl Schäfer lange Jahre aktiv Handball im TV Witzhelden gespielt, war aber schon 1948 zum ersten Mal als Kassierer in den Vorstand des Turnvereins eingetreten. Seit 1959 hatte er ununterbrochen die Geschäftsführung des Vereins inne. Sechzehn Jahre lang waren Karl Schäfer und Herbert Becker das Führungsteam des Turnvereins.
Als Karl Schäfer 1975 die Vereinsführung abgab, machte Herbert Becker als Geschäftsführer noch einige Jahre weiter

Karl Schäfer und Herbert Becker waren für den Turnverein Witzhelden das Team, das die Grundlage für die Entwicklung des Vereins zum Großverein mit heute über 1500 Mitgliedern und 10 Abteilungen geschaffen hat.

Als beide in den 90er Jahre starben, Becker am 29.3.95, Schäfer am 30.9.97, trauerte neben den Familien auch die Turnvereinsfamilie.

 

Gute Jahre des Turnvereins

In der Zeit von Karl Schäfer und Herbert Becker wurde vieles in der Vereinsarbeit nach vorne gebracht:
Die Badminton-Abteilung wurde gegründet, der Sportzweckverband ins Leben gerufen. Es gab sogar Skiwettkämpfe und im Jahr 1966 hatte der Verein erstmals über 200 Mitglieder. Durch die neue Turnhalle wurde vor allem das Schülerturnen sehr belebt. 1969 wurde das “Mutter und Kind” Turnen aus der Taufe gehoben. Auch die Leichtathletik und die Sportabzeichen-Aktionen wurden unterstützt und waren sehr erfolgreich.

1970 kam die Tischtennis Abteilung hinzu und die “Trimm-Dich-Welle” erfasste den Turnverein. Allerdings konnte auch die 1972 neu errichtete Sportanlage am Scharweg den Niedergang des Feldhandballs nicht aufhalten.
Als schließlich im Jahr 1975 im Zuge der kommunalen Neugliederung Witzhelden der Stadt Leichlingen angegliedert wurde, sah Karl Schäfer seine Zeit gekommen, den Vorsitz des Turnvereins abzugeben.

Erinnerungsfoto an die Verleihung der Sportplakette des Bundespräsidenten durch Landesminister Schwier (3.v.l.) am 17.10.1992 in Lemgo. Ganz rechts Karl Schäfer, daneben Herbert Becker.

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