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Der Brückenschlag nach Solingen

Im Jahre 1869 baute die Gemeinde Witzhelden durch Hand- und Spanndienste eine erste Verbindungsstraße nach Glüder. Diese wurde aber erst 1895 von der Stadt Solingen nach Solingen weitergebaut. Nach Wupperhof gab es nur einen schmalen Waldweg. Erst 1912/13 entstand die Straße Witzhelden - Solingen über Wupperhof., als letzte Verbindungsstraße zu den umliegenden Städten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Solinger Tageblatt 9.8.2005

 Auch in Wupperhof bildeten Fußgängerstege die ersten Wupperübergänge. Fahrzeuge benutzten Furten. Bei Wasserhochständen konnte die Wupper überhaupt nicht überquert werden. Erst im Jahre 1820 wurde von privat eine erste schmale Brücke in Wupperhof gebaut, über die aber auch schon Vieh getrieben werden konnte. Dieser etwas bessere Holzsteg wurde schon 1831 baufällig.

Brückengeld für den Holzsteg

Es hatte Unfälle gegeben, Menschen und Tiere waren durchgebrochen und in die Wupper gefallen.
Reparaturen wurden immer erst dann durchgeführt, wenn die Behörden mit einer Sperrung der Brücke drohten. Da für die Benutzung immer Brückengeld gezahlt werden musste, wollten die Eigentümer natürlich eine Sperrung vermeiden. Der Steg wurde repariert und diente noch bis 1868 als Übergang. In diesem Jahr wurde eine neue Fahrbrücke mit eisernem Mittelpfeiler errichtet, der auf Eichenstämmen im Fluss verankert wurde. Doch bereits im nächsten Winter verschob sich die Brücke durch Eisdruck um einen halben Meter flussabwärts. Sie muss trotzdem solide gebaut worden sein, denn sie versah ihren Dienst noch bis 1935. Die Brücke führte unmittelbar an der noch heute existierenden Gaststätte vorbei. Die 1935 neu errichtete Brücke wurde aus verkehrlichen Gründen von der Gastwirtschaft weg seitlich verlegt.

1945: Sinnlose Sprengung der Brücke

Diese Brücke versah nur 10 Jahre ihren Dienst. Kurz vor dem Einmarsch der Amerikaner gegen Ende des 2.Weltkrieges wurde sie von einem Sprengkommando gesprengt.
Sinnlose Zerstörungswut zum Ende der Naziherrschaft.
Schon ab Herbst 1945 rollte wieder der noch spärliche Verkehr über eine hölzerne Notbrücke. Als im Oktober 1952 ein schwer beladener Doppellastzug, der auf der Brücke angehalten hatte, einbrach und Trägerbalken brachen, stellte sich heraus, dass die Träger im Innern total verfault waren. Foto: Solinger Tageblatt 9.8.2005

Eine neue Brücke wird gebaut

Eine neue Brücke musste her. Am 27. Oktober 1955 konnte sie vom damaligen Regierungspräsidenten Baurichter, dem Solinger Bürgermeister Dr. Bachteler und dem Witzheldener Bürgermeister August Weltersbach eingeweiht werden.

Das Foto zeigt v.l. Baurichter, Dr.Bachteler und Pfarrer Schröder aus Witzhelden.
Etwa dreiviertel der Bausumme von 750 000 DM trug das Land. Den Rest teilten sich die Stadt Solingen und der damalige Rhein-Wupper-Kreis.

 

 

 

 

 

 

 

Quellen: Archiv Lore May, Bericht im Solinger Tageblatt vom 9.8.05 (Herbert Weber)

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