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Der Witzheldener Gemeinderat in den 60er Jahren tagte oft sehr lang und die Diskussionen waren oft sehr heftig. Häufig kam man auch nicht zu einer Einigung und verschob die Entscheidung. Nach der Ratssitzung trafen sich alle Ratsmitglieder regelmäßig in der Gastwirtschaft “Zur Post”oder in der “Kaiserhalle”. Hier gingen die Diskussionen natürlich weiter. Nach ein paar Bier gab es neue Einsichten und auch ab und zu neue Koalitionen. Das politische Blatt änderte sich an der Theke. Einige Ratsmitglieder äußerten ganz offen: ”Die wichtigsten Entscheidungen wurden sowieso am Tresen getroffen!”

Just nach einer solchen Ratssitzung, die besonders turbulent verlaufen war, ergab sich die Situation, dass der Wirt um 1 Uhr auf das Ende des Ausschanks, auf die sog. Sperrstunde hinweisen musste. Nach dieser Uhrzeit durfte per Verordnung in den Gastwirtschaften des Höhendorfes kein Ausschank mehr betrieben werden. Nun waren die Ratsmitglieder gerade so in Fahrt und das Bier schmeckte auch recht gut, dass an den Gemeindedirektor Göckemeyer die Frage gerichtet wurde: “Mensch Otto, kannst du nicht die Sperrstunde verlängern?” Otto G öckemeyer überlegte ein wenig, aber dann nahm er einen Bierdeckel, schrieb etwas auf und überreichte ihn dem Wirt.

Auf dem Bierdeckel stand: “Hiermit verlängere ich die Sperrstunde von 1 Uhr auf 2 Uhr.
unterschrieben: Otto Göckemeyer (Gemeindedirektor)

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